Raven's Peak

Der Fluch von Orics Thaig

Der Kampf war vorüber, doch blieb keine Zeit, um zu ruhen. Ich schaute mich in der Halle der Erinnerungen um und es gelang mir, mit Gorims Hilfe, die runenbeschriebenen Steintafeln zu entziffern und ein weng über den Ort in Erfahrung zu bringen, an dem wir uns befanden: es war “Orics Thaig”, benannt nach seinem Gründer, Oric Silverhammer, einem berühmten Schmied seines Volkes. Die Geschichte von Oric ist nicht allzu bekannt, doch ich kann sie durch Fragmente in der Halle ein wenig rekonstruieren. Er erlag den Verletzungen durch die dunkle Brut und seine Frau sowie seine Söhne verschwanden nach seinem Tod in den tiefen Wegen, um ihn zu retten. Nach Jahren in den Tiefen kamen sie zurück, mit einer Möglichkeit, ihn wiederzuholen.
Es fällt uns nicht schwer, zu erraten, welche Möglichkeiten dies waren, stehen wir doch in einem Haufen aus zertrümmerten Knochen – übelste Nekromantie, von Stümpern ausgeführt und vollkommen außer Kontrolle geraten durch die Unmenge Lyrium, die dieses Gestein durchdrungen hat. Danach untersuche ich die kleine Statue, die der Elf bei sich hatte, als er starb. Es handelt sich um ein Stück meisterlicher Handwerkskunst. Sie besteht aus Messing und Lyrium und ihr wohnt ein mächtiger Zauber inne, den ich nicht näher einordnen kann, ich bin mir zu meinem Schrecken jedoch sicher, dass es sich um den Zauber eines geschulten Magiers handelt, also Circle Magie! Das Lyrium irritiert mich weiter, leuchtet es doch grün und nicht blau, wie ich es von diesem magischen Katalysator kenne.

Während ich in meine Forschungen versunken bin, hat Andrastian die beiden Gefangenen verhört. Sie bauen hier Lyrium ab und benutzen dafür entführte Kinder. Das Lyrium wurde nach Lothering geschafft, wo sie einen alten Mann trafen, dem sie es übergaben. Sie verraten uns sogar, wo sie das Gold aus diesen üblen Geschäften versteckt haben.

Danach beschließen wir, zu den Minen zu gehen, um die lebenden Kinder zu retten, bzw. das, was von ihnen noch zu retten ist. Bevor wir zum Aufzug in die Minen kommen, gelangen wir an ein großes Haus, offensichtlich der ehemalige Herrschaftssitz des Paragons, steht doch vor dem Haus eine steinerne Statue von Silverhammer. Wir gehen hinein und Gorim hört sogleich merkwürdige Stimmen, die immerzu das Wort “Amboss” auf Zwergisch wiederholen. Er führt uns zur alten Schmiede des Paragons und der Raum ist unversehrt, in der Mitte steht ein großer Amboss, über dem ein weißes Leuchten zu sehen ist, das einem Übergang ins Fate gleicht, aus diesem Leuchten ertönen auch die Stimmen.
Maynard stellt die Statue auf den Amboss und das Leuchten wird intensiver und formt die Umrisse eines alten Zwergs und eines Menschen, der die Gewänder eines Tranquil trägt. Sie teilen Gorim mit, vom Amboss gefangen zu sein und bitten ihn, sie zu befreien, indem wir den neuen Meister des Amboss, Paragon Oric, davon abhalten, auf ihm zu schmieden. Er schmiedet seit Jahren damit und hat so in der Statue die Seelen seiner ehemaligen Gefolgsleute gefangen, so dass sie nicht ins Fate eingehen können. Beim Zwerg handelt es sich um Naric, der Tranquil nennt sich Sander. Sander hat wohl die Zauber gewirkt, die den Amboss zu einem Werkzeug machten, mit dem man Magie erschaffen kann.
Die Frau von Oric, Bori, hat ihn in ihrem Wahn damals entwendet und die Statue damit hergestellt, um ihren Mann wiederzubeleben, sie warnen uns, da Oric in der Lage ist, einen schwachen Geist mit einem Wort gefangen zu nehmen.
Danach entdecken wir in einem versperrten Raum noch einen steinernen Thron, auf dem das Skelett einer Zwergenfrau sitzt, voll gerüstet und verziert mit königlichem Schmuck. Vor ihr einen Schrifttafel, auf der die kryptischen Worte stehen: “Die Tore sind versiegelt, keiner kann hinaus. Ich hoffe, meine Söhne vergeben mir.”

Es gibt nur einen Weg, um diesen Fluch zu beenden. Hinunter unter den Lavastrom und hinein in die Lyriumminen, hinein ins Ungewisse, hinein in die Gefahr, hinein in die Dunkelheit, hin zum Licht!

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Boni

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