Raven's Peak

In die Tiefen Wege

Sothmere war gerettet, was blieb war der lange Weg zurück. Zum Glück konnte ich den Sheriff überreden uns die Reitpferde zu überlassen, ein wirklich großzügiges Geschenk der dankbaren Bürger von Sothmere.
Wir ritten also zurück nach Lothering und unser Weg sollte uns über den Imperial Highway führen. Wir waren nur noch einen Tag von unserem Ziel entfernt, als wir aus dem Wald die aufgeregten und schrillen Schreie einer Frau hören. Es ist nicht schwer, die Quelle dieser Schreie zu finden: es ist Mira, eine Frau, die ihren achtjährigen Sohn Jory sucht, der beim Spielen im Wald verloren ging. Natürlich bieten wir dieser armen Seele unsere Hilfe an, es kann ja nicht so schwer sein, einen jungen im Wald zu finden.
Nach kurzer Zeit kann Maynard bereits die Spuren des Kindes finden und ihnen zu einem Loch im Boden folgen, durch das der Junge offensichtlich durchgebrochen ist. Gorim kriecht durch das Loch hinunter, er ist schließlich ein Zwerg und findet sich am ehesten unter der Erde zurecht. Nach kurzer Zeit taucht er wieder auf und berichtet, dort unten einen Tunnel gefunden zu haben, der durch zwergische Handwerkskunst entstanden ist, es handelt sich scheinbar um einen Teil der Tiefen Wege und so beschließen wir, gemeinsam hinunter zu steigen und nach dem Kind zu suchen.
Die Spuren in den Tunneln deuten darauf hin, dass er dort von zwei Männern aufgegriffen wurde, was mir sehr seltsam erscheint. Ich greife der Geschichte jedoch vor, dachte ich doch zu diesem Zeitpunkt noch, dass der Junge Glück gehabt habe und diese Männer ihn sicher an die Oberfläche bringen würden.
Wir folgen also den Spuren und finden Hinweise, dass hier finstere Machenschaften am Werke sind, da die Männer versuchen, ihre Spuren zu verwischen. Schließlich stoßen wir auf eine große Höhle mit einem alten Thaig der Zwerge, der jedoch offensichtlich verlassen ist und gleich in der ersten Kammer liegt ein Haufen aus Kinderleichen. Was geht hier nur teuflisches vor? Scheinbar lassen die Menschen, die dies zu verantworten haben, Kinder in den Minen Frondienste leisten, denn ich spüre die Macht des Lyriums hier, als mein Kopf beginnt, dumpf zu schmerzen. Wir folgen Gorim in diese alte Siedlung seines Volkes und er führt uns zielsicher zur Halle der Erinnerungen. Dort sehen wir den Schein von Fackeln und im Innern der Halle finden wir zwei bewaffnete Männer und einen Elfen, der alte Schriften entziffert. Der Rest des Raumes ist verwüstet und übersät mit den Trümmern alter Regale, in der Mitte ist noch die steinerne Statue eines alten Paragons zu sehen.
Der Elf wird von den Männern Saril genannt und sie sind scheinbar auf der Suche nach etwas. Der Elf ist offensichtlich ein Apostat und wirkt eine mir unbekannte Magie auf die kleine Figur eines Zwergs in seinen Händen, die unter dem Einfluss dieser Magie grün aufleuchtet. Wir können die drei schnell überwältigen und erfahren von den zwei Bogenschützen, dass noch sechs weitere Männer und zwölf Kinder in der Mine sind. Eine lösbare Aufgabe, liegt doch die größte Bedrohung bereits bewusstlos am Boden: Saril.
Wir wollen uns auf den Weg zur Mine machen, als von draußen ein schabendes Geräusch zu hören ist, eine große Menge untoter Zwerge bewegt sich auf uns zu, offensichtlich haben wir einen alten Fluch ausgelöst, der auf dieser Halle lag oder der Ort selbst reagiert auf die unselige und wilde Magie, die Saril zuvor noch gewirkt hat. Ein wilder Kampf beginnt und ich bin wieder einmal dankbar für die Kampfkraft meiner Gefährten. Während Maynard und ich unsere Gegner geschickt beschäftigen, werden sie von Gorim und Andrastian niedergestreckt, so dass wir nach wenigen intensiven Minuten des Kampfes schwer atmend und erschöpft über den verrotenden Leichen der Untoten stehen.
Saril ist beim Angriff leider gestorben, durch einen unglücklichen Hieb eines der Skelette.
Ich bin also auf mein Wissen angewiesen, um mehr über diese Steinfigur herauszufinden und kann nur hoffen, dass der ominöse Auftraggeber, von dem er so furchtsam sprach nicht unser alter Feind Tizian ist, der sich nach so vielen Jahren wieder zu erkennen gibt.

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Aidan

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