Raven's Peak

Templer unter Tage

„Obwohl alles vor mir sich in Schatten hüllt,

wird dennoch der Erbauer mein Führer sein!

Ich werde nicht zurückgelassen, die treibenden Straßen im Nichts zu bewandern

Denn es gibt keine Dunkelheit im herzen des Erbauers

Und nichts, was er geschaffen, soll verloren sein“

-Frei übersetzt aus dem Gesang des Lichtes, Verse der Prüfung

Oh Erbauer, was für Ereignisse liegen nun wieder hinter uns. Ursprünglich hatte ich mich auf eine ruhige Rückreise nach Lothering und Denerim eingestellt.

Aber die Sorgen einer Mutter brachten uns dann auf völlige Abwege. Auf der Straße fanden wir eben jene auf der Suche nach Ihrem Sohn, der so scheint es, im Wald in ein Loch zu einer alten Ruine gefallen war. Und so erstaunlich es ist, in der ruine wurde er scheinbar von jemanden entführt.

Wir folgen den Gängen, bis wir auf einige Gestalte trafen, die uns angriffen. Immer weiter ging es und die unbehauenden Wände wichen den Gängen eines Zwergenthaigs, immer weiter auf der Suche nach dem verlorenen Jungen. Doch wir sollten noch mehr als Ihn und seine Entführer finden.

Nachdem die ersten feinde überwunden waren und wir die große Höhle des Thaigs, und zwar Orics Thaig, ,betraten, wurden wir von einem grausamen Fund überrascht. Ausgemergelte Leichen von anderen Kindern. Und alsbald fanden wir in der Halle der Erinnerungen ein paar weitere Schurken, die wir überwältigen und die uns die Wahrheit über Ihre Anwesenheit und die Kinder offenbarten. Sie nutzen entführte Kinder, um hier räuberisch Lyrium abzubauen. Der Erbauer möge nicht gnädig über sie richten, wenn sie bald vor ihm stehen werden. Das Urteil für Ihre verbrechen erscheint offensichtlich und doch ist es nicht an uns, sie zu richten. Ich nahm an, dies würde aber schnell in dem nächsten Ort geschehen. Ich irrte.

Der kurze Kampf mit den Schurken hatte eine unerwartete Reihe von Ereignissen eingeleitet. Ein Zauber der Magier hatte eine Statuette mit Magie erfüllt, hinter dem viel mehr steckte als das grüne Leuchten. Offenbar reichte es, um den kompletten Thaig mit widernatürlichem Unleben zu füllen und wir wurden von zahlreichen Skeletten angegriffen, die wir nur mühsam abwehren konnten. Ich selber hielt einen Eingang in unser Gebäude gegen mehr als ein halbes Dutzend, doch das größere Tor erlaubte weiteren das eindringen und sie setzen uns hart zu, mordeten gar einen unserer Gefangenen, bis wir sie bezwangen.

Nach hitziger Debatte um das Geschehene brachen wir auf, die Kinder zu retten und das Geheimnis des Thaigs zu lüften. Ich musste meine Gefährten durchaus ab und an anstoßen, dass unser Augenmerk vor allem auf den Kindern liegen sollte, und alles andere nachrang hat. Tiefer drangen wir in das tote Zwergenheim, in Richtung der Mine. Immer wieder mieden oder bekämpften wir kleine Gruppen von Untoten.

Kurz vor dem Weg in die Tiefen stand das reiche Viertel, wo auch der Palast, und anders kann man das nicht nenne, des Paragons Oric stand. Als Stimmen aus dem Haus erklangen, drangen wir ein, um auf einige grün glimmende Gespenster zu treffen, die uns über den Fluch von Oric, seiner Familie und dem Amboss, an den er gefesselt war, berichteten. Wer das alles wissen will, sollte aber eher Meister Aidan fragen, mir obliegt es eher, von unseren Erlebnissen zu berichten Das dies mit Hinterlist geschah, würden wir auch erst später erfahren. Aber eines wurde uns klar. Wir mussten uns Oric stellen, um den Fluch hier zu beenden. Und die magische Statue würde dabei eine Rolle spielen. Vor allem aber der Amboss, in dem das Böse seinen Ursprung hatte. Blutmagie also wieder einmal!

Weiter hinab hangelten wir uns über einen Aufzug, um den zahlreichen Skeletten zu entgegen und unsere Kräfte zu schonen, waren die Meisten von uns schon sehr erschöpft und angeschlagen. Ich bin sicher, das Lyrium, welches ich merkwürdig falsch anfühlte, hat Maynard und meister Aidan sicher noch zusätzlich zugesetzt.

Und dann fanden wir die Kinder! Endlich. Und sie waren eingepfercht, aber bedrängt von Skeletten, die über den Leichen der menschlichen Entführer standen. Schnell waren die Skelette von mir erschlagen, doch die Kinder versorgten wir zwar, ließen sie aber vorerst zu Ihrem eigenen Schutze eingeschlossen. Wir wollten zu unserer aller Sicherheit die Quelle des Übels bezwingen.

Zum Herz des Berges führte uns unser weiterer Pfad, durch Hallen voller Gräber und Statuen. Wir gelangten an einem Raum, an dem wir einige leere Gräber fanden, von den einstmals Ruhenden bereits verlassen. Mit zwei Ausnahmen, die sich nicht zu befreien vermochten und die wir auch weiterhin daran hinderten. Von den drei Pfaden, die uns offenstanden, wurden mir Laute gewahr aus zweier der Gänge. Aus einem das ferne Schmieden. Orics Schmieden sowie Schlurfen. Also weiterer Untote. Und ein merkwürdiges Rasseln aus einem weiteren gang. Diesen erkundeten wir zuerst, bis wir auf eine runenverzierte Tür stießen. Gorim berührte die Tür und erstarrte. Die Magier erkannten schnell, dass er im Geiste im Schleier gefangen war, so wie ich es jetzt verstehe. Maynard, übermütig handelnd, wartete keine Diskussion ab, sondern berührte die Tür, um Gorim zu helfen.

Mutig und dumm ist er. Und sorgsam um seine Freunde. Ich hoffe, das wird ihn auf dem Weg halten, den er jetzt geht. Meister Aidan folgte den beiden etwas später, er ging auf anderem Weg in den Schleier. Sie kämpften dort gemeinsam gegen einen Dämon! Nur Ulla und ich blieben zurück. Und mir wurde gewahr, dass mir vielleicht die Schlimmste aller Templer-Prüfungen bevorstand. Ich zog meinen Bidenhänder und wartete. Und hoffte und betete, dass ich nicht gezwungen wäre, meine Freunde zu richten. Der Erbauer weiß, ich hätte es getan, aber Andraste war mit uns und die drei bezwangen unter großen Anstrengungen den Dämon und damit die tückische Falle der Tür.

So betraten wir schließlich den raum dahinter und fanden Orics Söhne, im Tode gefangen und verflucht. Auch sie erbaten uns um Erlösung. Und sie offenbarten uns Wahrheiten, die uns im finalen Kampf helfen sollten und die auch die Täuschung der bösen Geister oben aufdeckte, als wir später darüber nachdachten.

So eilten wir gen Schmiede. Gewappnet mit neuem Wissen aber auch der Sorge, dass die Waffen, die Orics Geist schmiedete, die Untoten Zwerge in eine Armee des Grauens verwandeln würde.

Und den ersten untoten Zwerg mit einer der magisch glühenden Waffen fanden wir, als er uns den Weg zur Schmiede versperrte. Die unheiligen Kräfte durchströmten ihn bereits und das Skelett regenerierte sich, wulstiges Fleisch formte sich um den Körper neu.

Weiter hinten hörten wir weitere Zwerge, uns lief die Zeit davon, bevor sie sich auch mit den Waffen ausrüsten konnten. So, stürzte ich mich auf den Zwerg, den weg für die anderen freimachend, denn für einen Kampf waren fast alle außer Ulla und mir nicht mehr in der Verfassung. Doch der närrische Gorim eilte an meine Seite. Zu seinem Glück galt der Angriff des Zwerges aber mir, und obgleich ich seinen Schlag parierte, war seine unheilige kraft so stark, dass er meine Verteidigung durchbrach und mich beinahe niederstreckte. Die wunde brannte höllisch und ich war sicher, kaum mehr als einen weiteren Treffer zu überleben. Gorims ende schien mir da fast sicher besiegelt. Doch die anderen rannten weiter und auch unser Zwerg kam endlich zur Besinnung. Ich sammelte mich, mein ende hier zu finden, um den anderen die nötige Zeit zu erkaufen. Doch Meister Aidan half mir, schloss meine Wunden, und rette mich so. Wieso sieht man immer nur das Schlimme. Darf kein band der Verbundenheit zwischen Templern und Magiern bestehen? Gerade unsere Zusammenarbeit macht so viel möglich. So konnten wir zwei die Nachhut bilden, als wir die Schmiede letztendlich betraten. Zu unserem Schrecken sahen wir, dass dort zahlreiche untote Zwerge nach Ihren Schreckenswaffen griffen und inmitten all dessen, nur über eine schmale Brücke auf einem Lava umgebenen Plateau stand Oric und der vermaledeite Amboss.

Während meine Gefährten Oric konfrontierten, hielt ich die schmale Brücke, stieß mehr als einen Zwerg in die Lava und doch war klar, dass wir die Stellung nicht lange halten konnten. Was genau in meinem Rücken geschah, weiß ich nicht. Doch nachdem sie auf den geist einredeten, ohne Erfolg, schafften sie es, die Statue und damit seine Ketten zu sprengen. Und mittels einer der verfluchten Waffen zerstörten sie den Unheilsbringer: den Amboss. Die gewaltige kraft erlöste nicht nur die Skelette, sondern lies auch die Kaverne und den Thaig einstürzen oder in der Lava versinken. So flohen wir eiligst nach Oben. Die angsterfüllten Kinder nicht vergessend, rannten wir um unser Leben, nutzen die Lore, die Gewichte kappend, um uns nach oben zu katapultieren und unsere füße brachten uns nur knapp aus dem zum Untergang gewehten Thaig heraus an die Oberfläche.

Die dort immer noch von uns gefangenen Schurken fanden ein gerechtes Ende. Und vielleicht ein gnädigeres, als sie meiner Meinung nach verdient haben.

Für uns heißt es aber erstmal, die schweren Wunden lecken und die Kinder zu Ihren Familien zu bringen. Oh Erbauer, ich sehe aber schon, dass einige diese Torturen nicht lange überleben werden. Die Knechtschaft und das Lyrium werden noch Ihren Blutzoll fordern.

Möge Ihnen der Erbauer Frieden schenken!

Comments

Uh, ich sehe jetzt erst das wir die Adventure Logs kommentieren können.

Spitze, das wird witzig in Zukunft.

Templer unter Tage
Pelindur

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