Raven's Peak

Erkenntnisse eines Apostaten - 4. Buch, Kap. I

Endlich konnten wir dem Süden Fereldens den Rücken kehren. Die Krankheit war besiegt, die Chasind eingeschüchtert und die Bauern waren uns zutiefst dankbar.

So dankbar, dass sie uns einige alte Gäule überließen. Und Meister Aidan konnte auch einen Brief des lokalen Friedenshüters sein eigen nennen, der ihm vielleicht den Zutritt zum König in Denerim gewähren würde.

Wir ritten also nach Norden, zurück Richtung Lothering, als uns, einen knappen Tagesritt entfernt, eine alte Vettel vor die Hufe lief und im Fieberwahn von ihrem verschwundenen Sohn schwafelte. Natürlich sprangen meine Gefährten sofort ab um der Alten zu helfen. Im Wald fanden wir einen Zugang in den Untergrund, und kurz darauf den Eingang zu einem alten, verlassenen Thaig.

Um es kurz zu machen trafen wir in dem Thaig auf einige Schurken, die Kinder benutzten um Lyrium abzubauen. Im Shaperate stießen wir dann auf einen Elfen, der dabei war irgendein Ritual zu vollenden. Wir schafften es ihn zu unterbrechen, aber das erweckte die skeletierten Zwergenleichen im Thaig. Wir schafften es uns durch die Horden der Untoten zu kämpfen, und enträtselten das Geheimnis des Thaigs. Die Zwerge hier hatten versucht ihren toten Anführer wiederzuerwecken. Dabei war etwas schief gelaufen, und die Seelen der Toten waren an einen magischen Amboss gefesselt. Die einzige Möglichkeit diesen zu helfen war, den Amboss zu vernichten. Dies konnten wir aber nur mit den Waffen bewerkstelligen, welche der Untote in den Tiefen des Thaigs schmiedete.

Wir stiegen also hinab in die Eingeweide der Erde, und konnten im letzten Moment die gefangenen Kinder vor den Klauen der Skelette retten.

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Erkenntnisse eines Apostaten - 3. Buch, Kap. V

Die Ereignisse um die Feuergeister haben mir einiges zu denken gegeben und mich davon abgehalten das letzte Kapitel in Ruhe zu beenden. Hier kann also lediglich ein schneller Überblick erfolgen.

Wir verließen die Ruine der Feuergeister und machten uns, von Ulla geleitet, auf dem Weg nach Norden. Ich erwähne weder die Chasind die wir niederbrennen mussten, es waren viele, noch den Ritter und sein Gefolge, das sich uns in den Weg stellte um das Schattenmoos zu erlangen, diese waren einige.

Was in meinen Augen, und in denen von Meister Aidan jedoch wichtig ist, sind die seltsamen, deformierten Kreaturen die uns auf unserer Reise begegnet sind. Die letzte davon, eine verdorbene Eule mit einem tentakelbewehrten Schnabel, war für Meister Aidan der letzte Beweis den er für seine Theorie benötigte: Eine Blight drohte Ferelden. Ich denke, dass ist vielleicht etwas überzogen. es hat schon seit Jahrhunderten keine blight mehr gegeben, und es wären bestimmt schon einige Graue Wächter erschienen um die Ereignisse zu untersuchen.

Jedenfalls erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang Sothmere. Dort gab es mehr Ärger, Andrastian schlug den lokalen Ser nieder, Gorim belästigte das Dorf, und Meister Aidan versuchte zu schlichten. Am Ende konnte die Kräuterhexe das Gegenmittel brauen und der Tag war gerettet.

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In die Tiefen Wege

Sothmere war gerettet, was blieb war der lange Weg zurück. Zum Glück konnte ich den Sheriff überreden uns die Reitpferde zu überlassen, ein wirklich großzügiges Geschenk der dankbaren Bürger von Sothmere.
Wir ritten also zurück nach Lothering und unser Weg sollte uns über den Imperial Highway führen. Wir waren nur noch einen Tag von unserem Ziel entfernt, als wir aus dem Wald die aufgeregten und schrillen Schreie einer Frau hören. Es ist nicht schwer, die Quelle dieser Schreie zu finden: es ist Mira, eine Frau, die ihren achtjährigen Sohn Jory sucht, der beim Spielen im Wald verloren ging. Natürlich bieten wir dieser armen Seele unsere Hilfe an, es kann ja nicht so schwer sein, einen jungen im Wald zu finden.
Nach kurzer Zeit kann Maynard bereits die Spuren des Kindes finden und ihnen zu einem Loch im Boden folgen, durch das der Junge offensichtlich durchgebrochen ist. Gorim kriecht durch das Loch hinunter, er ist schließlich ein Zwerg und findet sich am ehesten unter der Erde zurecht. Nach kurzer Zeit taucht er wieder auf und berichtet, dort unten einen Tunnel gefunden zu haben, der durch zwergische Handwerkskunst entstanden ist, es handelt sich scheinbar um einen Teil der Tiefen Wege und so beschließen wir, gemeinsam hinunter zu steigen und nach dem Kind zu suchen.
Die Spuren in den Tunneln deuten darauf hin, dass er dort von zwei Männern aufgegriffen wurde, was mir sehr seltsam erscheint. Ich greife der Geschichte jedoch vor, dachte ich doch zu diesem Zeitpunkt noch, dass der Junge Glück gehabt habe und diese Männer ihn sicher an die Oberfläche bringen würden.
Wir folgen also den Spuren und finden Hinweise, dass hier finstere Machenschaften am Werke sind, da die Männer versuchen, ihre Spuren zu verwischen. Schließlich stoßen wir auf eine große Höhle mit einem alten Thaig der Zwerge, der jedoch offensichtlich verlassen ist und gleich in der ersten Kammer liegt ein Haufen aus Kinderleichen. Was geht hier nur teuflisches vor? Scheinbar lassen die Menschen, die dies zu verantworten haben, Kinder in den Minen Frondienste leisten, denn ich spüre die Macht des Lyriums hier, als mein Kopf beginnt, dumpf zu schmerzen. Wir folgen Gorim in diese alte Siedlung seines Volkes und er führt uns zielsicher zur Halle der Erinnerungen. Dort sehen wir den Schein von Fackeln und im Innern der Halle finden wir zwei bewaffnete Männer und einen Elfen, der alte Schriften entziffert. Der Rest des Raumes ist verwüstet und übersät mit den Trümmern alter Regale, in der Mitte ist noch die steinerne Statue eines alten Paragons zu sehen.
Der Elf wird von den Männern Saril genannt und sie sind scheinbar auf der Suche nach etwas. Der Elf ist offensichtlich ein Apostat und wirkt eine mir unbekannte Magie auf die kleine Figur eines Zwergs in seinen Händen, die unter dem Einfluss dieser Magie grün aufleuchtet. Wir können die drei schnell überwältigen und erfahren von den zwei Bogenschützen, dass noch sechs weitere Männer und zwölf Kinder in der Mine sind. Eine lösbare Aufgabe, liegt doch die größte Bedrohung bereits bewusstlos am Boden: Saril.
Wir wollen uns auf den Weg zur Mine machen, als von draußen ein schabendes Geräusch zu hören ist, eine große Menge untoter Zwerge bewegt sich auf uns zu, offensichtlich haben wir einen alten Fluch ausgelöst, der auf dieser Halle lag oder der Ort selbst reagiert auf die unselige und wilde Magie, die Saril zuvor noch gewirkt hat. Ein wilder Kampf beginnt und ich bin wieder einmal dankbar für die Kampfkraft meiner Gefährten. Während Maynard und ich unsere Gegner geschickt beschäftigen, werden sie von Gorim und Andrastian niedergestreckt, so dass wir nach wenigen intensiven Minuten des Kampfes schwer atmend und erschöpft über den verrotenden Leichen der Untoten stehen.
Saril ist beim Angriff leider gestorben, durch einen unglücklichen Hieb eines der Skelette.
Ich bin also auf mein Wissen angewiesen, um mehr über diese Steinfigur herauszufinden und kann nur hoffen, dass der ominöse Auftraggeber, von dem er so furchtsam sprach nicht unser alter Feind Tizian ist, der sich nach so vielen Jahren wieder zu erkennen gibt.

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Leben und Sterben lassen!

Da standen wir nun vor den Ruinen der Feuergeister und es schien mir, als erwachten wir aus einem Traum. Nichts sah so aus, wie noch in der Nacht, als ich den Geistern in ihre Heimstätte gefolgt war, ich war orientierungslos und spürte die Furcht: hatten wir dies alles nur auf uns genommen, um dann verirrt im Sumpf zu scheitern?
Zum Glück hatte Ulla es verstanden, sich in der Hast der Verfolgung Wegmarken zu merken, so dass sie uns sicher aus diesem Sumpf herausführen konnte. Eine trostlose Reise, wir durchquerten verwüstete und entvölkerte Dörfer, weitere sichere Spuren einer Verderbnis, degenerierte Tiere, die grundlos die Menschen anfallen. Mein Herz wurde mir schwer und ich war dankbar für die Zuversicht Andrastians, dass der Erbauer uns beistehen würde. Sein Glaube mag naiv sein, aber dennoch versteht er es, seinen Freunden in Momenten der Resignation den Rücken zu stärken.
Kurz bevor wir Dossov erreichten, trafen wir auf einen verletzten jungen Chasind, der uns um Hilfe bat. Seine Gefährten seien von Ragern angegriffen worden und er habe es gerade noch geschafft, dem Tode zu entfliehen. Wir halfen ihm und er konnte uns sagen, dass die meisten Kranken inzwischen der Krankheit zum Opfer gefallen wären und dieser Fluch ein Ende nehmen würde.
Von Dossov ging es im Galopp nach Sothmere und ich fing gerade an, echte Hoffnung zu schöpfen, als sich uns ein weiteres Hindernis bot.
Ser Vilja, ein Ritter aus dem Nachbarort Wulverton, forderte das “Heilmittel” von uns, da sein Kind und sein Weib erkrankt seien und im Sterben lagen. Gorim jedoch, schafft es erneut, mich zu verblüffen. Selbst schwer gezeichnet von der Krankheit verfällt er nicht in seinen gewöhnlichen Kampfrausch, sondern erreicht den verzweifelten Ser mit einem Appell an dessen Ehre. Es funktioniert und er gibt schweren Herzens den Weg frei, wir versprechen ihm, alles zu unternehmen, um auch seinem Dorf zu helfen und wollen weiterziehen, als ein Aufschrei der Verzweiflung aus einem nahen Gebüsch dringt und ich das Wirken von Magie spüre. Eine Frau aus dem gefolge Ser Viljas schien nicht gewillt, das Leben ihrer Liebsten zu opfern und eher die Schuld auf sich laden zu wollen, Sothmere dem Untergang zu weihen. Der gerechte Zorn des Erbauers traf sie in Form eines vernichtenden Hiebes von Andrastians Schwert und so konnten wir dennoch rasch weiterreiten.
Vollkommen außer Atem, aber rechtzeitig, erreichen wir unser Ziel, um erneut mit der Furcht der Unwissenden konfrontiert zu werden. Ser Willem hatte persönlich eine Richterin der Black Hall gerufen, um Recht zu sprechen: Ser Gerda. Es waren Scheiterhaufen aufgerichtet und die Einwohner waren dabei, ihre eigenen Leute zu verbrennen. Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, Opfer gewesen zu sein. Hingerichtet wegen der Angst des Mannes, dessen Pflicht es gewesen war, sie zuvor zu schützen und der nun ein weiteres Mal in seiner Pflicht versagte: Ser Willem.
Voller Zorn forderte Andastrian ihn zu einem Ehrenduell und als die Richterin dies nicht unterband, konnte man wieder die Furcht auf seinem Gesicht sehen, was für ein erbärmlicher Mann er doch ist. Als er nach wenigen kraftvollen Schlägen meines Freundes sterbend am Boden liegt, heile ich ihn und spreche drei Worte zu ihm: “Dies ist Gnade!”
Ich hoffe nur, er weiß dies zu schätzen und hat seine Lektion gelernt.
Maynard hatte währenddessen mit Stojanka das Heilmittel zusammengebraut und trotz ihrer Vorsicht und Skepsis wirkt es. Die Amber Rage wird geheilt und endlich können wir aufatmen und ruhen. Wir konnten die guten Leute von Sothmere retten, doch lastet der Gedanke an all die Toten in Wulverton schwer auf meiner Seele und ich hoffe sehr, dass der edle Ser Vilja seinen gerechten Lohn erhält.
Am nächsten Tag jedoch nutzen wir die Gunst der Stunde. Ser Gerda lässt sich von uns unter dem Eindruck dessen, was sie hier bereits gesehen hat und der Beweise, die wir ihr zeigen können, dazu bewegen, einen Brief auszusetzen, mit dem sie uns eine Audienz beim König und den Grauen Wächtern ermöglicht. Sie bestätigt darin, dass unser Verdacht mit Beweisen für den Beginn einer Verderbnis belegt werden kann und schickt uns nach Denerim. Endlich bekomme ich Gehör, ich hoffe nur, es ist noch nicht zu spät!

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Ein Templer versumpft

“Mein Erbauer, kenne mein Herz:
Nimm von mir ein Leben in Trauer
Erhebe mich von einer Welt aus Schmerz
Richte mich deinem endlosen Stolz würdig "
– aus dem Gesang des Lichtes.

Das war es also.

Drei Tage wilde Hetzerei durch die Wildnis.

Wir sind mit diesem Schlangenmist entkommen. Als wir aus den Ruinen im Nebel standen, hatte ich schon für einen Augenblick gefürchtet, wir würden fehlen. Aber Ulla hat uns mehr als geschickt heruasgelotst.

Ich bin froh, dass die Begegnung mit den Wilden im Sumpf so glimpflich verlief. Und auch, dass wir erfahren konnten, dass diese Bersteinerne Wut vermutlich eingedämmt ist und wir nur das Dorf heilen müssen.

Andraste war sicher mit uns, denn auch die Begegnung mit dieser dämonischen Eule verlief mehr als nur glimpflich. Meister Aidan scheint sie als Anzeichen einer Verderbnis zu sehen und ich glaube ihm. Das wäre in der Tat mehr als nur besorgnisserrregend.

Meine Gedanken sind jetzt aber eher am Ende der Reise. Beim armen Ser, der beinahe seine Ehre für seine Liebsten über Bord geworfen hätte. Und die verfluchte Malefikarin, die unbedingt ein Blutvergießen beginnen musste, wo keines notwendig war. Sie hat den Preis dafür bezahlt. Sieht Maynard denn nicht, wie gefährlich das Spiel ist, was sie und er spielen?

Und als wir zurückkamne, was dann? Dieser verfluchte Narr wollte seine Leute abfacklen, obwohl es Hoffnung auf Heilung gab? Wie die Magie nf Templer, die zu feige waren, Arlette und mir…ach sei es drum…
Ferelden wäre Orlais unterlegen, wenn alle so feige gehandelt hätten wie er.
Der Erbauer stand mir bei, als ich diesem Bastard eine Lektion erteilt hatte.

Nun, wir haben ein neues Ziel. Gehen wir den Spuren der Verderbnis nach. Und ich muss irgendwie an Maynards Herz gelangen und Ihn weg von seinem Pfad zu einem Malefikar bringen. Die letzten Jahre haben ihn sicher verbittert, aber er kann sich nicht so von seiner Schwester unterscheiden…

Andraste, bitte steh uns bei.

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Erkenntnisse eines Apostaten - 3. Buch, Kap. IV

Nachdem ich gemeinsam mit meinen Mitreisenden Woldeshain befriedet hatte, zogen wir weiter in den Süden, Richtung Sothmere und den Korcari Wilds.

Dort sollte ja eine tödliche Krankheit wüten, und Meister Aidan war entschlossen diese zu bezwingen. WIr erreichten den kleinen Ort, in dem die Bauern gerade irgendein Fest vorbereiteten. Wieder ein Fest. Haben denn die Bauern nichts besseres zu tun als zu feiern?

Wie auch immer, meine Gefährten entscheiden sich dort zu bleiben und das Fest zu genießen, anstatt direkt weiter nach Süden zu ziehen, wo sich das Zentrum der Krankheit befand. Ich hielt mich fern von allen. Wie soll ich denn auch feiern, wenn mir bewusst war, dass alle Bewohner des Dorfes versuchen würden mich auf einen Scheiterhaufen zu zerren, sollten sie herausfinden was ich bin. Das ganze Dorf war am Feiern, als plötzlich eine Rotte Wilder aus dem Süden die Wälle erklommen und sich auf die betrunkenen Dörfler warfen. Als ich den ersten aus der Nähe sah, erkannte ich seine gelbgefärbte Haut und den Verwesungsgeruch. Die Chasind waren krank.

Und für krankes Fleisch gibt es nur eine wirkliche Heilung. Feuer.

Als es schließlich vorbei war stellten wir fest, dass sich neben eineigen Dorfbewohnern auhc Gorim angesteckt hatte. Uns blieb also nur eine Möglichkeit: Schnell nach Süden reisen, und eine Heiung finden. Stojanka, die Dorfhexe, war sehr bewandert in der Kräuterkunde, und nannte uns das Heilmittel. Wir zogen also schnell los, geleitet von Hawk, dem Raben, und erreichten bald Witchford.

Der Ort war tot. Die Chasind waren wie eine Pest über den Ort gekommen und hatten jeden getötet oder umgebracht. Einzig ein alter Mann hing noch an seinem letzten Lebensfaden, der uns erzählte was dort geschehen war.

Wir zogen weiter nach Süden, und erreichten schließlich unser Ziel: Eine kleine Insel inmitten der Sümpfe. Wir lockten die Feuergeister an, und folgten ihnen daraufhin in ihr Nest, eine uralte Ruine. Älter noch als das Tevinter Imperium. Wer weiss was für Geheimnisse diese Ruinen verborgen hielt.

Wir betraten die Ruine, und durchsuchten lange unterirdische Kammern. Und fanden dort eine seltsame Symbiose. DIe Feuergeister lebten dort, zusammen mit einer riesigen, gehörnten Schlange. Diese griff uns sofort an, aber etwas tief in unserem Herzen ermahnte uns davor, dieses schreckliche, aber auch schöne und einzigartige Wesen zu vernichten. Also verletzten wir diese Bestie nur, und durchsuchten weiter die Ruine.

Schlussendlich fanden wir das Heilmittel, Schattenmoos, und auch die Quelle des Mooses: Die gehörnte Schlange. Die Schlange schied das Schattenmoos aus, und die Feuergeister, die letzten Überlebenden einer uralten Zivilisation, benötigten das Moos als Nahrung.

Was sollten wir tun? Eine Zivilisation auslöschen, um einige Bauern zu retten? Und das Schattenmoos für zukünftige Generationen erhalten? Oder unverrichteter Dinge umkehren, und nicht nur die Bauern, sondern auch Gorim einem grausamen Schicksal überlassen. Lange dachten wir darüber nach, aber es war gerade Meister Aidan, der Mann, der immer alles menschliche Leben retten wollte, der sich für ein Extrem entschied: Nehmen wir das ganze Schattenmoos, sagte er, eine Zivilisation die sich nicht selbst schützen kann, ist es nicht wert gerettet zu werden, fügte er hinzu. Ich war schockiert. Mein alter Meister, der jedes Leben hochpries, war bereit eine Zivilisation zu opfern um einen Haufen Bauern zu retten. Was käme als nächstes? Würden wir die Elfen opfern? Diese hatten es auch nicht geschafft sich gegen die Menschen durchzusetzen…

Wir nahmen den Feuergeister die Hälfte des Mooses und machten uns auf den Rückweg, in der Hoffnung, das wenigstens einige dieser Wesen überleben würden.

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Das Schicksal der Feuergeister

Nach dem kleinen Scharmützel erreichten wir Dossov. Branik hatte uns gesagt, dass wir hier nach Zorya suchen sollten und dass sie uns helfen würde, wenn wir ihr seinen Rat überbringen würden, sie solle vorsichtig mit dem Wein sein.
Man begegnete uns mit großem Misstrauen, schließlich waren wir fremd hier. Zorya entpuppte sich als Dorfälteste und sie ließ uns lachend ins Dorf, nachdem wir die Nachricht Braniks überbracht hatten. Mir war nicht bewusst, wieviel Wahrheit in diesen simplen Wörtern steckte.
Wir baten Zorya um Hilfe und sie wollte sie uns gerne gewähren, nur der Preis musste noch ausgehandelt werden. Ich war mir sicher, dass dies kein Problem wäre, schließlich war ich ein überzeugender und geübter Redner – dann kam die unbekannte Größe in die Verhandlungen: der berüchtigte “Wildwein” der Chasind. Jedes Geschäft wurde mit diesem Wein besiegelt und nach wenigen Gläsern merkte ich, dass mir die Zunge schwer wurde und ich keinen zusammenhängenden Satz mehr sprechen konnte, bevor ich selig einschlief.
Ich hatte Zorya sicher nicht beeindruckt, aber sie fand mein Bemühen wohl amüsant genug, uns zu helfen und warnte uns nochmals eindringlich vor den Feuergeistern. Sie konnte uns auch von den Anfängen der “Amber Rage” erzählen, die durch einen Kräutersud ausgelöst worden war, den ein Schamane seinen Kriegern gegeben hatte, um sie im Kampf stärker und wilder zu machen. Die ganze Gegend war seitdem in Aufruhr, denn die Kranken machten keinen Unterschied zwischen ihren Gegnern und griffen Freund und Feind gleichermaßen in ihrer blinden Wut an.
Nach einem stärkendem Essen machten wir uns auf den Weg in den Sumpf, auf der Spur des Raben der alten Stojanka, der uns zu einer kleinen Insel führte, bevor er starb – er fiel einfach tot vom Himmel, als wir unser Ziel erreicht hatten.
Ich begann mit den Vorbereitungen, erwärmte Wasser in einem Topf und schüttete den Inhalt des zweiten Beutels hinein, um die Feuergeister anzulocken. Leider köderte es auch eine riesige Krabbe, die uns aus dem Wasser heraus angriff. Ein paar gezielte Stiche von Ulla und kräftige Hiebe durch Andrastian erledigten dieses Untier jedoch schnell und so warteten wir weiter. Innerhalb kurzer Zeit konnten wir in der ferne Licht erkennen, eher viele kleine Lichter, die sich uns eilig näherten. Die legendären Feuergeister entpuppten sich als kleine Humanoide, die durch die Luft flogen. Ich weiß nicht genau, was in diesem Topf kochte und was sie anlockte, offensichtlich war es jedoch nicht das, was sie zu finden erwarteten, denn nach wenigen Minuten verschwanden sie und wir machten uns an die Verfolgung dieser Wesen, die trotz aller Warnungen auf mich sehr ungefährlich wirkten.
Ihr Ziel war eine alte Ruine, vielmehr die Reste einer Stadt, die noch älter als die Bauten aus der Zeit des Tevinter Imperiums waren. Wir folgten ihnen durch einen Pool in eine Höhle, wo uns endlich klar wurde, wieso man uns gewarnt hatte. Ein riesiger Wächter lauerte hier auf uns, eine 12m lange Schlange, die offensichtlich irgendwie mental mit den kleinen Geistern verbunden war, stöhnten sie doch bei jeder Verletzung dieses Ungetüms auf.
Andrastian konnte dieses Monstrum unschädlich machen, ein mächtiger Gegner, der Maynard fast getötet hätte.
Beim durchsuchen der Höhle wurde mir diese unheilige Symbiose immer klarer: die Geister lockten Opfer in diese Ruinen und der Wächter tötete sie und ernährte sich von ihnen. Auf den Exkrementen der Schlange wuchs dann ein fluoreszierender Pilz, von dem sich die Feuergeister scheinbar ernährten, das Schattenmoos. Sie waren die letzten ihrer Art und wir mussten eine schwere Entscheidung treffen, ob wir für die Auslöschung dieses Volkes verantwortlich sein wollten, indem wir das gesamte Schattenmoos mitnehmen würden. Wir entschieden uns dagegen – wer weiß, welche Rolle diese kleinen Dinger noch in der Geschichte spielen würden und so gäbe es auch in Zukunft noch die Chance auf weiteres Schattenmoos. Unser Beutel wurde also mit etwa der Hälfte gefüllt und wir machten uns eilig auf den Weg zurück nach Sothmere, um die Menschen dort vor der “Amber Rage” zu retten.

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Auf den Spuren der Verderbnis

Nachdem in Woldeshain Ruhe eingekehrt war, nutzen wir die Zeit, um kurz Atem zu schöpfen, bevor wir uns weiter auf den Weg machten. Unser Ziel war Sothmere, ein kleiner Ort in den Hinterlands. Hier vermuteten wir den Ursprung der Krankheit, die uns von den Flüchtlingen in Raven’s Peak beschrieben worden war. Der hiesige Sheriff war Milo Kovic und zu unserer Überraschung wurde im Ort gerade ein großes Fest vorbereitet, da Arl Neruda den Grundstein für eine neue Grenzfestung gelegt hatte, die zukünftig Sothmere vor den Angriffen der Chasind schützen sollte. Das Fest würde drei Tage dauern und in der Euphorie und Erwarung der Feierlichkeiten konnte uns niemand Antworten geben, die uns weitergeholfen hätten. Wir fragten zwar Ser Willem, den örtlichen Befehlshaber der Garnison und Fiala, eine Bogenschützin aus dem Ort, doch niemand hatte etwas von rasenden Chasind gehört oder einer Krankheit, die Menschen derart verändern würde.
Wir beschlossen also, mit den Einwohnern von Sothmere zu feiern und am nächsten Tag nach Witchford zu ziehen, einem Ort, an dem ein paar Trapper mit den Chasind Handel trieben, vielleicht konnten die Chasind selbst uns mehr über diese mysteriöse Krankheit sagen.

Am Abend fanden dann die ersten Feierlichkeiten statt und die Einwohner nahmen uns herzlich als Gäste auf, nur die alte Kräuterfrau des Dorfes erschien mir unheimlich. Man nannte sie Stojanka und die alte Vettel erzählte mir, dass Blut Spuren hinterlassen würde, aber nicht bei mir. Sie schien ein Apostat zu sein und ich war froh, hier in der Wildnis zu sein, wo der nächste Templer mein Freund Andrastian war, dessen Blut ebenfalls keine Spuren mehr hinterließ … .

Wir feierten also mit den Dorfbewohnern, als ein schriller Schrei das Fest jäh unterbrach: die Chasind griffen uns an – ihre Haut gelblich verfärbt, einen süsslichen Geruch ausströmend. Sie überrannten die Dorfbewohner und selbst Gorim ging nach einem Treffer zu Boden und schien besinnungslos. Einer der Angreifer hatte ihn am Hals gebissen und so vergiftet. Ich beschloss, ein Wagnis einzugehen und öffnete die Wunde etwas mehr, damit das Gift durch das Blut aus dem Körper gespült werden würde. Ich ließ meinen Freund sterben, um ihn zu retten und holte ihn zurück zu den Lebenden. Mein gewagter Plan hatte jedoch nicht geholfen, er war dennoch krank und lag wie im Fieberwahn. Es musste also eine Art Blutmagie im Spiel sein, die auf normalem Wege und selbst mit meiner Magie nicht zu heilen war.

Nachdem der Angriff zurückgeschlagen worden war, versammelte Sheriff Milo alle Dorfbewohner in der Stadthalle, auch die Verwundeten wurden hier aufgebahrt und es gab natürlich laute Stimmen unter den Überlebenden, die forderten, die eigenen Verletzten zu töten, um so die Gefahr der seltsamen Krankheit zu bannen. Der Sheriff und ich konnten die Menschen aber soweit beruhigen, dass man die Kranken nur vom Rest der Dörfler trennen und in einer Scheune einsperren würde.
Es wunderte mich nicht, dass ausgerechnet Stojanka am Ende vortrat und sagte, dass diese Krankheit die Amber Rage war und sie sie mit ein bisschen Schattenmoos aus den Sümpfen der Korcari Wild heilen können würde. Sie hätte allerdings nur noch etwa drei Tage Zeit, danach seien die Infizierten verloren an diese Krankheit und selbst diese Tage waren unsicher, da sie nur einen Sud aus Kräutern bieten konnte, der den Verlauf der Infektion verlangsamen sollte.
Amber Rage, nun ergab alles einen Sinn. Ich hatte von dieser Krankheit gelesen und sie war bisher nur zu Zeiten einer Verderbnis aufgetreten. Ein weiteres Puzzleteil fügte sich ein und mein Verdacht, dass eine neue Verderbnis am aufziehen war, verhärtete sich. Wir brauchten aber Beweise, um die Mächtigen unserer Welt zum Handeln zu bewegen und so zogen wir los, um das Schattenmoos zu besorgen und nach dem Ursprung der Krankheit zu suchen.
Die alte Vettel gab uns noch einen Beutel mit Käfern mit, um die Wächter des Mooses anzulocken, die Feuerkobolde und ihr Rabe würde uns den Weg zum Moos weisen.

Der Sheriff gab uns Reittiere und wir folgten der Straße nach Süden und dann nach Osten, um den Fluss bei Witchfold zu überqueren. Als wir dort ankamen, bot sich uns jedoch ein Bild der Verwüstung und wir wurden selbst von Blood Crows angegriffen. Diese Kreaturen gab es ebenfalls nur zu Zeiten einer Verderbnis und so nahm ich einen der Kadaver als Beweis mit, nachdem wir sie getötet hatten. Im Ort fanden wir einen Überlebenden, der uns berichtete, dass Chasind Raider Witchfold überrannt hätten und danach nach Norden weitergezogen waren, um Sothmere anzugreifen. Andrastian erlöste diese arme Seele, war der Mann doch ebenfalls mit der Amber Rage infiziert und wir zogen weiter in die Sümpfe, wo wir auf Branik trafen, einen Pelzjäger, der uns den Weg zu einem Lager der Chasind beschrieb und uns den Namen von Zorya nannte, nach der wir dort fragen sollten. Diese Frau würde uns vielleicht Antworten auf unsere Fragen geben können.

Nachdem wir uns von Branik verabschiedet hatten, reisten wir also auf der Suche nach Zorya tiefer in die Sümpfe. Gegen Abend gerieten wir dann in einen Hinterhalt der Chasind, diese waren jedoch nicht infiziert und wir konnten sie problemlos niederstrecken. Das war ja nicht wirklich die beste Art, Gespräche mit ihnen anzufangen.

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Erkenntnisse eines Apostaten - 3. Buch, Kap. III

Es war ein Hunger Demon.

Er zeigte sich als wir nach Woldeshain zurückkehrten. Er hatte den Körper der Schwester einer jener Männer besessen, die mit Ser Baldor zurückgekehrt waren.

Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Der Dämon platzte aus dem jungen Mädchen heraus, wir ließen kurz danach den Dämon platzen.

Eine Schande das es immer die Unschuldigen trifft.

Aber, es gab noch ein weiteres Rätsel zu lösen: Eigentlich konnten Dämonen nur die Körper und Seelen von Magiern besitzen. Deshalb waren wir ja so gefürchtet. Wie konnte es also passieren, dass dieser Dämon Besitz von dem Mädchen ergriffen hatte? War sie ein Apostat gewesen? Wusste sie nichts von ihren magischen Fähigkeiten? Oder ist das auch nur ein Märchen, dass die Chantry dem Pöbel erzählt, um Magier unter ihre Kontrolle zu halten?

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Erkenntnisse eines Apostaten - 3. Buch, Kap. II

Am nächsten Morgen zogen wir mit Ser Baldor in den Wald, um diesen alten Turm aus den Zeiten Tevinters zu begutachten und das schreckliche Geheimnis dieser Gegend zu lüften.

Der Turm selbst war nur noch eine moosüberwachsene Ruine, aber die extensiven Kellergeschosse waren noch sehr gut erhalten. Wir durchkämmten diese mehrere Stunden lang, und fanden schließlich eine mit Lyrium geschmückte Beschwörungskammer. Meister Aidan und ich warfen uns wissende Blicke zu. Das war es also. Ein Dämon musste hier beschworen worden sein, vor langer Zeit, und die Männer die mit Ser Baldor hier gewesen sind müssen ihn aus seinem Schlaf geweckt haben. Fragt sich nur, was dies für ein Dämon ist.

Wir stiegen tiefer hinab, und entdeckten schließlich ein schreckliches Geheimnis:

Die Magister von Tevinter hatten zu tief gegraben!

Das Gewölbe war mit den tiefen Wegen verbunden! Wir trafen auf mehrere Darkspawn, darunter ein Emissary und einen Oger! Es war ein harter Kampf und nur durch meine Magie konnten wir am Ende den Oger zu Boden ringen.

Aber wie Meister Aidan direkt nach der Schlacht sagte: Die Darkspawn haben nichts mit den Ereignissen zu tun, die uns hergetrieben haben.

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